Datei- und Ordnerrechte unter Linux allgemein

Andreas Preuss
04-06-2018 13:21

Unter Linux sind jeder Datei und jedem Ordner drei Rechteebenen zugeordnet.
Sie gelten für:  
- Eigentümer
- Gruppe
- Alle anderen  
Jeder dieser Ebenen lassen sich gesonderte Rechte zuordnen.
Diese Rechte sind:  
- r wie read für das Leserecht
- w wie write für das Schreibrecht
- x wie execute für das Recht, eine Datei auszuführen (bei Verzeichnissen bedeutet das x, dass das Verzeichnis geöffnet werden darf).  
Wer mit ls -l den Inhalt eines Linux-Verzeichnisses anzeigen lässt, sieht links die Dateirechte, beispielsweise rwxrw-r--. Diese Rechte gelten von links nach rechts gelesen für den Eigentümer einer Datei rwx, für die Gruppe rw- und für die anderen Benutzer r--.
Falls an erster Stelle ein d steht, handelt es sich um ein Verzeichnis.   Diese Rechte lassen sich auch in Zahlen ausdrücken. Dabei steht jeweils eine Ziffer für eine Rechteebene, die erste Ziffer für den Eigentümer, die zweite für die Gruppe und die dritte für alle anderen.
Die Ziffer selbst ergibt sich aus den genehmigten Rechten:   r = 4 w = 2 x = 1  
Die gegebenen Rechte werden einfach zusammengezählt. 
Beispiel: Soll der Eigentümer die Datei lesen, schreiben und ausführen dürfen, so addiert man 4 + 2 + 1 und erhält 7.  
Soll die Gruppe die Datei nur ansehen und ausführen dürfen, so ergibt 4 + 1 die 5.
Und die anderen dürfen gar nichts, haben also die 0.
So ergibt sich in diesem Beispiel für die Dateirechte die 750.
Und die kann man mit dem Befehl chmod in Linux setzen.  
Häufig steht vor den drei Ziffern an erste Stelle noch eine vierte.
Die setzt die Attribute set user ID, set group ID und sticky. In Samba bleibt diese Ziffer meist bei 0. Mehr zu den Attributen verrät man chmod.  
Eigentümer und Gruppe einer Datei oder eines Ordners lassen sich mit den Befehlen chown und chgrp ändern.
Mehr dazu verraten die entsprechenden man-Einträge.

Tags: Dateirechte, Grundlagen, Linux
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