Cloud Alternative OpenStack

Andreas Preuss
01-12-2016 20:09

OpenStack ist ein Softwareprojekt, welches eine freie Architektur für Cloud-Computing zur Verfügung stellt.
Wer sich mit der Umsetzung einer privaten Cloud für sein Unternehmen beschäftigt, kommt nicht darum herum sich auch mit OpenStack zu beschäftigen. Das, was ein Betriebssystem für den PC ist, das ist OpenStack für die Cloud. Während beispielsweise Windows oder Linux einzelne Ressourcen eines Rechners oder Servers verwaltet, übernimmt OpenStack diese Aufgaben für Ressourcen von vielen Rechnern, die zusammen die Plattform einer Cloud-Umgebung darstellen. OpenStack ist also – ganz einfach erklärt – das Betriebssystem für Cloud-Infrastrukturen.

Die bekanntesten Cloud-Systeme gibt es von Amazon, Google und auch von Microsoft. Um es konkret zu sagen: Bei Amazon sind das die Amazon Web Services beziehungsweise das Amazon Elastic Cloud Computing. Abgekürzt nennen sich diese AWS und EC2. Bei Google heißt das Betriebssystem Google Compute Engine. Die Cloud-Computing-Plattform von Microsoft ist Microsoft Azure. Der Unterschied bei OpenStack ist nun, dass es sich dabei um die Open-Source-Variante eines Betriebssystems für die Cloud handelt. Um in der Metapher zu bleiben: OpenStack hat für die Cloud eine ähnliche Bedeutung wie Linux für Server.



OpenStack ist beinahe schon zu einem Industriestandard geworden. Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, setzt ebenfalls auf OpenStack als Plattform. Viele große Unternehmen haben es nicht nur adaptiert, sondern auch weiterentwickelt. Dazu gehören beispielsweise die Telekom-Partner Cisco und Huawei oder auch Unternehmen wie HP, IBM, SAP. All diese großen Player haben zu OpenStack beigetragen und eine Plattform geschaffen, die Firmen inzwischen von Distributoren beziehen können um ihre eigene private Cloud zu bauen.

Ein Vorteil der bei OpenStack Cloud-Infrastrukturen besteht, daß sie in deutschen Rechenzentren betrieben werden. Diese entsprechen den deutschen und europäischen Datenschutzanforderungen, was bei den meisten anderen Anbietern nicht gegeben ist. Das Problem hierbei ist, dass die CloudServer bei den üblichen großen Anbietern der amerikanischen Rechtsprechung unterliegen. Für Unternehmen, die ihre vertraulichen Daten nicht auf amerikanischen Servern lagern wollen, wird somit eine sicherere Alternative geboten.  

Tags: Linux, Open Source
Durchschnittliche Bewertung: 0 (0 Abstimmungen)

Es ist möglich, diese FAQ zu kommentieren.