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Microsoft

Windows für Workgroups 3.11

Windows für Workgroups 3.11 wurde Anfang November 1993 veröffentlicht. Es ist gegenüber seinem Vorgänger Windows 3.1 mit verbesserter 32-Bit-Netzwerksoftware und TCP/IP-Protokoll ausrüstbar, das die Kommunikation mehrerer Rechner in einem lokalen Netzwerk erlaubt. Mit einem Paket kleinerer Programme („Winsocks“) ist erstmals auch der Internetzugriff über ein Standardmodem mit AT-Befehlssatz (Hayes-kompatible) und den Bitraten 4,8 / 9,6 / 19,2 kBit/s möglich. Auch kann man per ISDN oder mit DSL ins Internet.
WfW konnte bis zu 25 Computer in einer Arbeitsgruppe zusammenfassen und darstellen. DOS-Treiber bleiben auch nach dem Windows Start aktiv. Das System lässt sich über folgende Konfigurationsdateien anpassen: WIN.INI, SYSTEM.INI und PROGMAN.INI, die Registry hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine verschwindend geringe Bedeutung.


Mit der später herausgebrachten Erweiterung Win32s konnten jetzt auch einzelne für Windows 95 entworfene 32-Bit Anwendungen ausgeführt werden, letzte Version von Win32s war 1.30c vom Februar 1996. Mit "Video for Windows" (VfW) wurde die Multimediafähigkeit erweitert. Minimum für den Einsatz von Windows 3.x sind 2 MByte RAM und 15 Mbyte Festplattenspeicher.


Die letzten Browser für WfW 3.11 sind: Internet Explorer 5.0 Deutsch, Internet Explorer 5.01 Englisch, Opera 3.62 Englisch und Netscape Navigator 4.08. Gerätehersteller konnten noch bis Anfang November 2008 das Betriebssystem Windows für Workgroups 3.11 lizenzieren.

Die Bedeutung dieser Windows-Varianten reicht heute über den musealen Charakter kaum hinaus. Sofern alte Hardware mit Taktfrequenzen um 20 MHz mit Treibern zum Laufen gebracht werden soll, kann Windows für Workgroups 3.1/ 3.11 noch verwendet werden, da es die stabilere Version ist und noch einige Treiber dafür erhältlich sind. Netzwerkzugriff ist mit allen Aktualisierungen und funktionierenden Treibern auch zu modernen Betriebssystemen über TCP/IP möglich. Aktuelle Hardware wird aber nicht mehr unterstützt.
 
Das System kann noch für Office-Tätigkeiten MS Office bis V4.3 und StarOffice bis 4.0, weniger komplexe Grafikaufgaben CorelDraw 5.0, MicroGrafx Designer/Picture Publisher 5, PaintShopPro 3.12 und alte 16-Bit-Spiele DOS/Win genutzt werden. Insgesamt ist die Hardwareunterstützung für SCSI besser als für IDE/Atapi. Geeignete Programme sind fast nur noch als Downloads oder auf dem Flohmarkt erhältlich. Die meisten gängigen Standardprogramme können nicht mehr ausgeführt werden.

Die produktive Nutzung des Betriebssystems ist somit auf modernen Systemen kaum noch möglich. Nur in der Welt der Embedded-PCs, etwa in Registrierkassen, kann sich das im Vergleich zu späteren Versionen ressourcenschonende Windows für Workgroups 3.11 aufgrund der Unterstützung des TCP/IP-Protokolls bis heute halten. Vereinzelt findet man Windows 3.11-Installationen auch noch in Standalone-PCs zur Steuerung älterer Geräte im Forschungsbetrieb, beispielsweise für die analytische Chemie Fluorometer, Spektrophotometer etc., für die keine aktuelle Software mehr angeboten wird, wie auch in der Industrie.

Wahrscheinlich werden sich nicht alle, die zu dieser Zeit bereits mit PCs zu tun hatten, so richtig gut daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, diese Windows-Version zu nutzen. Wer doch einmal eine Reise in die Vergangenheit wagen möchte, kann dies mit Hilfe von Virtualisierungssoftware wie Hyper-V, VMWare usw. sowie auch über DOSBox erreichen.

Das Internet Archiv stellt bis zu 1000 Programme und Spiele aus dieser Zeit zum Download zur Verfügung. Genau das Richtige für ein langes verregnetes Wochenende.

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2016 01:25


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Microsoft » Windows 10

Rechtsklick auf Windows Startmenü funktioniert nicht

Von Zeit zu Zeit kann es vorkommen, daß das Kontextmenü beim Windows Startmenü bzw. "Windows-Taste + X" ausser Funktion Ist. Der Rechtsklick auf das Startmenü unter Windows liefert dann kein Kontextmenü mehr. Die Tastenkombination "Windows-Taste" + "X" zeigt kein Menü an. Dieses Menü wird auch als das WinX Menü bezeichnet.

Systeme: Microsoft Windows 8.1, Windows 10, Windows Server 2012 R2, Windows Server 2016

Lösung:
Die standartmässige Ordnervorlage befindet sich an anderer Stelle auf dem System und kann einfach hier ausgewählt werden:

C:\Users\Default\Appdata\Local\Microsoft\Windows 

um den kompletten Ordner mit allen Unterordnern in das Verzeichnis

%localappdata%\Microsoft\Windows

zu kopieren.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 06:57


Esentutl.exe - Ein vielseitiges Datenbankwerkzeug

Wenn eine Datenbank fehlerhaft oder beschädigt ist, können die Daten aus einer Sicherung wiederhergestellt oder mit "Esentutl" repariert werden. "Esentutl" ist ein mächtiges Befehlszeilen-Dienstprogramm, das in einer gegebenen Speichergruppe mit dem Informationsspeicher verknüpfte Dateien wie ESE-Dateien (Extensible Storage Engine), Datenbankdateien (*.edb), Streamingdateien (*.stm) und Protokolldateien (*.log) verarbeitet.
Das Tool kann von der Befehlszeile aus für jeweils eine Datenbank ausgeführt werden. Hiermit kann eine Vielzahl von Datenbankaufgaben wie Reparatur, Onlinedefragmentierung und Integritätsprüfungen ausgeführt werden.

Um eine Datenbank zu reparieren, sollte man natürlich zuerst die Datenbank-, Log- und Checkpoint-Files kopieren und ein separates Verzeichnis ablegen. Zuvor sollte der Datenbankdienst auch beendet sein d.h. die Bereitstellung der Datenbank aufheben. Dann kann man eine privilegierte Eingabeaufforderungs-Sitzung öffnen und in das Verzeichnis mit dem Datenbankduplikat wechseln.

ESENTUTL.EXE

  • Der Reparaturmodus von "Esentutl" kann zum Reparieren einer fehlerhaften oder beschädigten Datenbank verwendet werden.
    esentutl /p "C:\recover\Datenbank-Einkauf.edb" /o
  • Der Modus für Protokollwiederherstellung und Datenbankwiederherstellung wird zum erneuten Einspielen von Transaktionsprotokolldateien in eine Datenbank verwendet.
  • Der Modus für das Erstellen einer Speicherabbilddatei kann verwendet werden, um Datenbank und Transaktionsprotokolldateien in Beziehung zu setzen und um weitere Informationen hierüber abzurufen.
  • Mit dem Prüfsummenmodus wird die Dateiintegrität einer Datenbank geprüft.
    esentutl /g "C:\restore\ntds.dit" /!10240 /8 /o
  • Der Modus für das Erstellen einer Dateikopie dient zum schnellen Kopieren sehr großer Dateien.
  • Im Defragmentierungsmodus kann eine Datenbank offline komprimiert werden, wobei die Größe der Datenbankdateien durch das Entfernen von Leerraum reduziert wird.

    Beispiel zur Defragmentierung einer Exchange Datenbank:

    esentutl /d "D:\Datenbank1\Exchange-DB-01.edb"

    Hier noch ein paar wichtige Optionsschalter:
    /p (Ursprüngliche Datenbank wird nicht überschrieben. Braucht mehr Speicherplatz)
    /t (Erstelle eine temporäre Datenbank unter angegebenen Pfad D:\TMP_DB\)

Beispiel zur Reperatur einer Active Directory Datenbank (Hard Recovery):

esentutl /p C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit /!10240 /8 /o

Anschliessendes mounten der Datenbank:

dsamain.exe -dbpath "C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit" -ldapport 5123 -allownonadminaccess -allowupgrade

Danach mit der MMC "Benutzer und Computer" die Datenbank auf Port 5123 öffnen.

Sehr hilfreich ist auch die Funktion von Esentutl große Dateien von mehren Gigabyte zu kopieren. Hier spielt es keine Rolle welche Art von Dateien. Normalerweise könnte man XCOPY oder ROBOCOPY von der Kommandozeile verwenden, jedoch ist hier Esentutl deutlich schneller und zeigt sogar einen Fortschrittsbalken an:

Copy with Esentutl

Hier ein praktisches Beispiel für die Batch Verarbeitung:

:KOPIEREN
cls
COLOR 2E
set SOURCE=%USERPROFILE%\Desktop
set DEST=H:\Online-Speicher\Archive
for %%f in (%SOURCE%\*.7z) do (
ESENTUTL /y %%f /D %DEST%\%%~nxf
)

In diesem Fall befindet sich eine 48 GB große 7zip Datei auf dem Desktop und wird nach Laufwerk H: kopiert.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2016 07:17


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Microsoft » Windows Server 2012 R2

Vertrauensstellung zwischen Active Directory Client und Domaincontroller

Es kommt vor, das Active Directory Clients die Vertrauensstellung zu Ihren Domaincontroller verlieren. Dies kann z.B. passieren, wenn der Client gerade vom Backup wiederhergestellt wurde oder ein virtueller Client durch einen Snapshot zurückgesetzt wurde. Dies liegt meist daran, dass das Kennwort des Clients seit der Durchführung des Backups vom Domaincontroller geändert wurde. Im Backup ist nun ein veraltetes und somit nicht mehr gültiges Password enthalten.

Ob der Client mit den DC noch eine Vertrauensstellung hat findet man (an der Eingabeaufforderung) mit dem Befehl:

nltest /sc_query:Domainname 

heraus. Sollten dabei Fehler gemeldet werden, kann dies mit Hilfe des Befehls:

netdom reset "Computername" /domain:"Domainnname"

oder

nltest /sc_reset:Domainname\Domaincontrollername

versuchen die Vertrauensstellung und damit übereinstimmende Kennwörter zwischen Client und DC wiederherzustellen.

Mit der PowerShell kann man ebenfalls den Zustand wieder herstellen durch:

Test-ComputerSecureChannel –Repair

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 06:56


Das mächtige Kommandozeilen - Werkzeug Netsh

Der Artikel wird zur Zeit überarbeitet und kann leider nicht angezeigt werden.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2016 07:20


Windows – Anmeldung (STRG+ALT+ENTF) deaktivieren

Die Sichere Windows Anmeldung abschalten
Windows – Anmeldung (STRG+ALT+ENTF) deaktivieren
Bei der Anmeldung an Serverbetriebssystemen oder Clients in einer Domäne muss manchmal allzu oft die Tastenkombination Strg-Alt-Entf zum Anmelden betätigt werden.
Dies kann besonders in größeren Testumgebungen mit Hyper-V manchmal sehr lästig sein. Über den Gruppenrichtlinien-Verwaltungseditor (gpedit.msc) kann dies deaktiviert werden.
Im Ordnerpfad nach
Computerkonfiguration > Windows-Einstellungen > Lokale Richtlinen > Sicherheitseinstellungen > Sicherheitsoptionen
gehen und "Interaktive Anmeldung: Kein STRG+ALT+ENTF erforderlich" öffnen.
Wenn "Aktiviert" markiert ist wird die Tastenkombination nicht mehr abgefragt.

Gruppenrichtlinien-Verwaltungseditor

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 04-11-2016 11:34


Benutzerkonten abfragen mit der PowerShell

Die PowerShell ist sowohl ein interaktiver Kommandointerpreter als auch eine Script-Umgebung. Man kann die AD Cmdlets entweder in einzelnen Befehlen für kleinere Aufgaben einsetzen, oder sie nutzen, um Scripts für komplexere Probleme zu entwickeln. Für aufwändigere Operationen steht eine Vielzahl an Tools zur Verfügung. Um die Active-Directory User (ADUser) einer Domäne zu verwalten kann man sich mit folgenden Befehl in der Powershell die zu verwendenden Befehle anzeigen lassen:

 Get-Help *aduser*

Get-ADUser

Oft möchte man Informationen über Benutzer aus dem AD auslesen. Aber auch wenn man sie ändern will, muss man in den meisten Fällen die gewünschten User erst ermitteln. Dafür ist das Cmdlet Get-ADUser vorgesehen, das mit Hilfe des Parameters -Filter das Ergebnis gleich an der Quelle auf die benötigten Objekte einschränkt.

Get-ADUser -Filter "Surname -like 'B*'"

In diesem Beispiel gibt der Befehl alle User zurück, deren Nachname mit dem Buchstaben "B" beginnt. Für Ausdrücke innerhalb des Filters kann man auch andere Vergleichsoperatoren verwenden, mit deren Hilfe man weitere Attribute wie etwa "Name" prüfen kann. Möchte man nun alle Konten abrufen, dann muss man den Parameter -Filter trotzdem verwenden, in diesem Fall mit dem Wert '*'.

PowerShell AdUser -Filter Beispiel um L* Bonn zu finden:

Get-ADUser -Filter {(GivenName -Like "L*") -and (Surname -eq "Bonn")}

Oft möchte man allerdings AD User nicht nur nach Namen filtern, sondern auch nach anderen Eigenschaften. Standardmäßig zeigt Get-ADUser hier begrenzte Attribute an. Dies kann man mit dem Parameter "-Properties" ändern:

Get-ADUser -Filter:"Surname -like 'B*'" -Properties *

Anhand dieser Ausgabe lassen sich alle Schalter der verschiedenen Attribute auflisten, die man dann in Filter-Ausdrücken verwenden kann.
Hier ein Beispiel, das alle AD User auflistet, mit den vorgegebenen Parametern und anschliessend in eine Textdatei speichert:

Get-ADUser -Properties * -Filter * | FL name, title, mail, telephoneNumber, StreetAddress, EmailAddress, LastLogonDate, PasswordLastSet, homeMDB | Out-File C:\ADMIN\USERS.TXT

Abfragen mit Search-ADAccount
Für einige Abfragen ist das Cmdlet Search-ADAccount allerdings besser geeignet, weil es noch einige besondere Parameter akzeptiert.
Das gilt z.B. wenn sich User ausgesperrt haben oder ein Konto abgelaufen ist.
Um alle Benutzerkonten zu finden, deren Kennwort abgelaufen ist, kommt man mit diesm Befehl zum Ziel:

Search-ADAccount -PasswordExpired -UsersOnly

Weitere Parameter zur Spezifizierung von Attributen mit Search-ADAccount sind zum Beispiel:

-PasswordNeverExpires -AccountDisabled -AccountExpiring 31.12.2016 -AccountInactive <Tage> (z.B.: -AccountInactive 30) -LockedOut -PasswordExpired

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 15-11-2016 01:17


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Microsoft » Exchange Server 2013

Exchange 2013 Setup – Fehler: RSAT-Clustering-CmdInterface

Bei der Installationsvorbereitung eines neuen Exchange Servers 2013 erhielt ich die Fehlermeldung:

Fehler: Die Windows-Komponente RSAT-Clustering-CmdInterface ist nicht auf diesem Computer installiert.
Sie muss installiert werden, bevor das Exchange-Setup gestartet werden kann.

Beim Aufrufen des Technet Artikels ist dieser leider nicht verfügbar…

Zur Lösung des Problems muss ein benötigtes Feature installiert werden:

  • Den Server-Manager öffnen
  • Rollen und Features hinzufuegen
  • Weiter bis zum Tab: Features
  • Haken unter Remoteserver-Verwaltungstools > Featureverwaltungstools -> Failoverclustering-Tools > Failovercluster-Befehlsschnittstelle setzen.
  • Die Installation starten
  • Das Exchange Setup wiederholen.


P.S. Die Warnungen betreffend Filter-Packs können ignoriert werden, hier läuft die Installationsroutine noch nicht ganz rund, diese Packete werden nicht benötigt!

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-10-2016 08:39


Manuelle Deinstallation von Exchange Server 2013 für eine Neuinstallation

Wer Exchange 2013 installiert hat, weiß, dass dies ein langwieriger Prozess ist, bei dem das Setup nicht nur einige Dateien kopiert und Dienste installiert, sondern während der Installation und später in Betrieb, erhebliche Veränderungen im Active Directory auf dem Domain Controller und in der ganzen Organisationsstruktur macht.

Wenn man nun den Exchange-Server komplett wieder aus der Domäne entfernen möchte, sollte man dies als erstes immer über die standardmässige Deinstallation bewerkstelligen.

Vorher allerdings, nicht vergessen, alle Mailboxen mit Hilfe der Exchange Powershell inklusive der Arbitration Mailboxen deaktivieren!

Get-Mailbox -Arbitration | ft Name, Servername
Get-Mailbox -Arbitration | Disable-Mailbox "Name" -Arbitration -DisableLastArbitrationMailboxAllowed

Dann kann man das Exchange Setup aus dem Setup Ordner starten und die Deinstallation durchführen:
Command-Shell:

Setup /Mode:Uninstall /IAcceptExchangeServerLicenseTerms

Oder über die Powershell

.\Setup.exe /mode:Uninstall /IacceptExchangeServerLicenseTerms

Es gibt allerdings auch viele Szenarien in dem die händische Entfernung eines Exchange Servers 2013 aus der Organisation notwendig sein kann.
Hier nur zwei Beispiele:
Beim Update bzw. einer Versions-Migration ist etwas schief gegangen und die Exchange-Installation eines Exchange-Servers ist defekt.
Oder der Server ist einfach physikalisch defekt, dass die Deinstallation nicht mehr sauber durchgeführt werden kann. In der Exchange-Verwaltungskonsole der anderen Server taucht der schon längst nicht mehr aktive Server aber weiterhin auf und ist Bestandteil des ActiveDirectoy - das kann zu Problemen führen.
Insbesonders lässt sich eine Neuinstallation des Exchange Servers 2013 dadurch nicht mehr durchführen.
Hier hilft es auch nichts, den Server aus der Domäne zu entfernen oder gar sein Computerkonto zu löschen.
Bevor hier nicht "Rein Schiff" gemacht worden ist, lässt sich keine Neuinstallation von Exchange Server 2013 durchführen.

Die folgende Methode, um eine manuelle Exchange-Server 2013 Entfernung durchzuführen, steht nicht unter MS Support und ist nur geeignet bei einem einzigen Exchange Server in der Organisation!

Auf dem Domain Controller das Tool “ADSI Edit” (adsiedit.msc) starten.
Unter “Konfiguration” zu folgendem Pfad zu navigieren:
    CN=Configuration > CN=Services
    Folgende Ordner löschen:
    - CN=Microsoft Exchange und
    - CN=Microsoft Exchange Autodiscover
 
   Danach in den Pfad "Standartmäßiger Namenskontext" (Default Naming Context) navigieren.
   Dort bitte folgende Ordner löschen:
   - CN=Microsoft Exchange Security Groups
   - CN=Microsoft Exchange Security Objects


 Jetzt das normale Active Directory öffnen und in der OU "Users" folgende User soweit vorhanden löschen:
    – DiscoverySearch Mailbox{GUID}
    – Exchange Online-ApplicationAccount
    – FederatedEmail.GUID
    – Migration.GUID
    – SystemMailbox{GUID}
    – HealthMailboxGUID


Wenn der Exchange Server anschließend neu mit Windows Server 2012 neu aufgesetzt wird, so wäre hiermit die
Deinstallation vom Domaincontroller abgeschlossen. Soll das bestehende Betriebssystem des Exchange Servers
weiterverwendet werden und eine Neuinstallation auf bestehenden System durchgeführt werden, wäre noch folgendes
zu tun und zu überprüfen:

In der Registry folgende Schlüssel löschen:
 – "ExchangeServer" unter HK_L_M\Software\Microsoft
 – alle Schlüssel, die mit "MSExchange*" unter HK_L_M\System\CurrentControlSet\Services eingetragen sind.
 - In HK_L_M\System\CurrentControlSet\Services den Schlüssel "SearchExchangeTracing" löschen.

Über den Explorer muss der Exchange Server Installationsordner im folgenden Pfad gelöscht werden:
 - C:\Programme\Microsoft\Exchange Server

Im IIS (inetmgr.exe) sollten sämtliche Exchange-Sites entfernt werden. Dies beinhaltet alle Frontend und Backend Seiten:

 - autodiscover
 - ecp (-> Exchange Control Panel)
 - EWS (-> Exchange Web Services)
 - Microsoft server Activsync (-> Exchange Active Sync)
 - OAB (-> Offline Addressbook)
 - owa (-> Outlook Web App)
 - Rpc (-> Remote Procedure Calls)

Hier gibt es noch ein YouTube Video über den Vorgang.

Nach Abschluß dieses Verfahrens sollte einer Neuinstallation von Exchange Server 2013 nichts mehr im Wege stehen.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 17-10-2016 10:25


Konfiguration eines hierarchischen Addressbuches in Exchange Server

Das hierarchische Adressbuch (HAB) ermöglicht es Endbenutzern, in ihrem Outlook Adressbuch über eine Organisationshierarchie nach Empfängern zu suchen. Diese Adressbuch-Funktion ist mit Exchange 2010 SP1 eingeführt worden, wenn Clienten ab Outlook2010 / 2013 verwendet werden. In der Regel können die Benutzer nur auf die begrenzte normale globale Adressliste und die dazugehörigen Empfängereigenschaften zugreifen. Oft bildet allerdings diese Struktur der globalen Adressliste überhaupt nicht die Hierarchie unter den Empfängern im jeweiligen Unternehmen wieder. Zumal kann die standartmäßige Struktur wesentlich unübersichtlicher sein.

Wichtig ist zu beachten, daß vorher noch keine Adressbuchrichtline zugeordnet wurde.

In einem hierarchischen Adressbuch wird die Stammorganisation (z. B. Ducktales LTD) als oberste Ebene verwendet:

DucktalesLTD
-Verwaltung
--- Management
--- Controlling
--- Buchhaltung
-Abteilungsleiter
-Marketing
--- Design
--- Grafikabteilung
-Produktion
-Einkauf
-Vertrieb
--- Lager
--- Logistik
-IT
--- Support
-Praktikanten
-Räume & Geräte

Unter dieser obersten Ebene können nun mehrere untergeordnete Ebenen hinzugefügt werden, um ein angepasstes hierarchisches Adressbuch zu erstellen, das gemäß Geschäftsbereich, Abteilung oder in einer beliebigen anderen gewählten Organisationsebene segmentiert ist.

Es ist sinnvoll, die Verteilergruppen in eine spezielle Organisationseinheit (OU) im Active Directory zu platzieren, so dass es keine Verwechslung über ihren Zweck gibt. Für dieses Beispiel erstellen wir eine neue OU auf dem Domänen Controller mit dem Namen "HAB" (Hierarchical Address Book). 

Mit der Exchange Verwaltungsshell erstellen wir als Erstes eine Verteilergruppe, die die Wurzel unseres Unternehmens in der Struktur wird:

New-DistributionGroup "DucktalesLTD" -OrganizationalUnit:"HAB"

Nun Konfigurieren wir diese Gruppe zu einer hierarischen Gruppe und teilen Exchange mit, das dies unsere Stamm-Verteilergruppe sein soll:

Set-Group "DucktalesLTD" -IsHierarchicalGroup:$true

Set-OrganizationConfig -HierarchicalAddressBookRoot "DucktalesLTD"

Die Veränderung wird erst sichtbar, wenn Outlook ein Update des Adressbuches durchgeführt hat.

Jetzt können die untergeordneten Verteilergruppen mit Hilfe der Exchange Management Shell erstellt werden.
Eine einzelne Verteilergruppe wird mit diesem Befehl so erstellt:

New-DistributionGroup -Name:"Buchhaltung" -DisplayName:"Buchhaltung" -Alias:"Buchhaltung" -Notes:" Verteilergruppe fuer Abteilung Buchhaltung" -OrganizationalUnit:"OU=HAB,DC=Ducktales,DC=LTD" -Type:"Distribution" | Set-Group -IsHierarchicalGroup:$true

Noch schneller geht es auch über die Shell, wenn man alle Gruppen in einem Befehl zusammenfasst:

"Verwaltung","Management","Controlling","Buchhaltung","Abteilungsleiter","Marketing","Design","Grafikabteilung","Produktion","Einkauf","Vertrieb","Lager","Logistik","IT","Support","Praktikanten","Räume & Geräte" | %{New-DistributionGroup -name $($_) -Displayname $($_) -alias $($_) -notes "Verteilergruppe fuer Abteilung $_" -OrganizationalUnit "OU=HAB,DC=Ducktales,DC=LTD" -type Distribution | Set-Group -isHierarchicalGroup $true}

Oder die Verteilergruppen können aber auch manuell in der gleichen OU "HAB" mit dem webbasierten Exchange Admin Centers (ECP) erstellt werden und dann auf "hierarchisch" mit diesem Befehl konfiguriert werden:

Get-Group -OrganizationalUnit "HAB" | Where {!($_.IsHierarchicalGroup)} | Set-Group -IsHierarchicalGroup $true

Überprüfen können wir dies auf dem Domaincontroller mit dem ADSI Editor (adsiedit.exe) wenn das "msOrg-IsOrganzational" Attribut auf TRUE steht:

Um die gewünschte Organisationsstruktur abbilden zu können, müssen die Verteilergruppen noch ineinander verschachtelt bzw. modelliert werden.

Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Verwaltung","Management","Controlling","Buchhaltung" | %{Add-DistributionGroupMember Verwaltung -member $_}
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Abteilungsleiter"
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Marketing","Design","Grafikabteilung" | %{Add-DistributionGroupMember Marketing -member $_}
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Produktion"
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Einkauf"
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Vertrieb","Lager","Logistik" | %{add-distributiongroupmember Vertrieb -member $_}
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"IT","Support" | %{Add-DistributionGroupMember  Vertrieb -member $_}
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Praktikanten"
Add-DistributionGroupMember DucktalesLTD -member:"Räume & Geräte"

 

Zum Feintuning können die einzelnen Empfänger inklusive der verschachtelten Gruppen in ihrer Rangfolge beliebig geändert werden. Standartmässig werden die Gruppen und Empfänger nämlich alphabetisch sortiert. Dies ist unter Umständen nicht gewünscht. Mit dem Parameter -SenorityIndex kann mit den Powershell CmdLets "Set-User" und "Set-Group" die Reihenfolge beliebig angepasst werden. Der Wert, der mit dem Parameter -SeniorityIndex gespeichert werden kann, muss zwischen 0 und 2147483647 liegen. Der Empfänger, der den höchsten Wert stehen hat, wird an erster Stelle im Adressbuch angezeigt.

Set-Group "Verwaltung" -SeniorityIndex:999
Set-Group "Abteilungsleiter" -SeniorityIndex:800 
Set-Group "Einkauf" -SeniorityIndex:500 
Set-Group "Vertrieb" -SeniorityIndex:300
Set-Group "Marketing" -SeniorityIndex:200 
Set-Group "IT1 -SeniorityIndex:100 
Set-Group "Praktikanten" -SeniorityIndex:10 
Set-Group "Räume & Geräte" -SeniorityIndex:1 

Set-User "apreuss" -SeniorityIndex:9999
Set-User "andi" -SeniorityIndex:9998

Leider ist dieses Adressbuch-Feature von Microsoft noch nicht für die Outlook Web App realisiert worden.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 05:49


Esentutl.exe - Ein vielseitiges Datenbankwerkzeug

Wenn eine Datenbank fehlerhaft oder beschädigt ist, können die Daten aus einer Sicherung wiederhergestellt oder mit "Esentutl" repariert werden. "Esentutl" ist ein mächtiges Befehlszeilen-Dienstprogramm, das in einer gegebenen Speichergruppe mit dem Informationsspeicher verknüpfte Dateien wie ESE-Dateien (Extensible Storage Engine), Datenbankdateien (*.edb), Streamingdateien (*.stm) und Protokolldateien (*.log) verarbeitet.
Das Tool kann von der Befehlszeile aus für jeweils eine Datenbank ausgeführt werden. Hiermit kann eine Vielzahl von Datenbankaufgaben wie Reparatur, Onlinedefragmentierung und Integritätsprüfungen ausgeführt werden.

Um eine Datenbank zu reparieren, sollte man natürlich zuerst die Datenbank-, Log- und Checkpoint-Files kopieren und ein separates Verzeichnis ablegen. Zuvor sollte der Datenbankdienst auch beendet sein d.h. die Bereitstellung der Datenbank aufheben. Dann kann man eine privilegierte Eingabeaufforderungs-Sitzung öffnen und in das Verzeichnis mit dem Datenbankduplikat wechseln.

ESENTUTL.EXE

  • Der Reparaturmodus von "Esentutl" kann zum Reparieren einer fehlerhaften oder beschädigten Datenbank verwendet werden.
    esentutl /p "C:\recover\Datenbank-Einkauf.edb" /o
  • Der Modus für Protokollwiederherstellung und Datenbankwiederherstellung wird zum erneuten Einspielen von Transaktionsprotokolldateien in eine Datenbank verwendet.
  • Der Modus für das Erstellen einer Speicherabbilddatei kann verwendet werden, um Datenbank und Transaktionsprotokolldateien in Beziehung zu setzen und um weitere Informationen hierüber abzurufen.
  • Mit dem Prüfsummenmodus wird die Dateiintegrität einer Datenbank geprüft.
    esentutl /g "C:\restore\ntds.dit" /!10240 /8 /o
  • Der Modus für das Erstellen einer Dateikopie dient zum schnellen Kopieren sehr großer Dateien.
  • Im Defragmentierungsmodus kann eine Datenbank offline komprimiert werden, wobei die Größe der Datenbankdateien durch das Entfernen von Leerraum reduziert wird.

    Beispiel zur Defragmentierung einer Exchange Datenbank:

    esentutl /d "D:\Datenbank1\Exchange-DB-01.edb"

    Hier noch ein paar wichtige Optionsschalter:
    /p (Ursprüngliche Datenbank wird nicht überschrieben. Braucht mehr Speicherplatz)
    /t (Erstelle eine temporäre Datenbank unter angegebenen Pfad D:\TMP_DB\)

Beispiel zur Reperatur einer Active Directory Datenbank (Hard Recovery):

esentutl /p C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit /!10240 /8 /o

Anschliessendes mounten der Datenbank:

dsamain.exe -dbpath "C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit" -ldapport 5123 -allownonadminaccess -allowupgrade

Danach mit der MMC "Benutzer und Computer" die Datenbank auf Port 5123 öffnen.

Sehr hilfreich ist auch die Funktion von Esentutl große Dateien von mehren Gigabyte zu kopieren. Hier spielt es keine Rolle welche Art von Dateien. Normalerweise könnte man XCOPY oder ROBOCOPY von der Kommandozeile verwenden, jedoch ist hier Esentutl deutlich schneller und zeigt sogar einen Fortschrittsbalken an:

Copy with Esentutl

Hier ein praktisches Beispiel für die Batch Verarbeitung:

:KOPIEREN
cls
COLOR 2E
set SOURCE=%USERPROFILE%\Desktop
set DEST=H:\Online-Speicher\Archive
for %%f in (%SOURCE%\*.7z) do (
ESENTUTL /y %%f /D %DEST%\%%~nxf
)

In diesem Fall befindet sich eine 48 GB große 7zip Datei auf dem Desktop und wird nach Laufwerk H: kopiert.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2016 07:17


Exchange Management Shell - Der Tipp des Tages

Immer wenn man die Exchange Powershell öffnet kommt zur Einführung der „Tipp des Tages“.
Bei genauerer Betrachtung der Tipps kommt man drauf, das teilweise sogar einige wertvolle Tipps für die tägliche Administration dabei sind. Mit folgenden Powershell-Kommando können die Tipps einzeln durchgesprungen werden.

Get-Tip -local:1

Um auf die Komplette Sammlung in deutsch zuzugreifen, kann man diese in einer XML-Datei in folgendem Verzeichnis finden:
C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\v15\Bin\de\ExTips.xml

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 15-11-2016 02:16


Microsoft » Windows 3.11

Windows für Workgroups 3.11

Windows für Workgroups 3.11 wurde Anfang November 1993 veröffentlicht. Es ist gegenüber seinem Vorgänger Windows 3.1 mit verbesserter 32-Bit-Netzwerksoftware und TCP/IP-Protokoll ausrüstbar, das die Kommunikation mehrerer Rechner in einem lokalen Netzwerk erlaubt. Mit einem Paket kleinerer Programme („Winsocks“) ist erstmals auch der Internetzugriff über ein Standardmodem mit AT-Befehlssatz (Hayes-kompatible) und den Bitraten 4,8 / 9,6 / 19,2 kBit/s möglich. Auch kann man per ISDN oder mit DSL ins Internet.
WfW konnte bis zu 25 Computer in einer Arbeitsgruppe zusammenfassen und darstellen. DOS-Treiber bleiben auch nach dem Windows Start aktiv. Das System lässt sich über folgende Konfigurationsdateien anpassen: WIN.INI, SYSTEM.INI und PROGMAN.INI, die Registry hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine verschwindend geringe Bedeutung.


Mit der später herausgebrachten Erweiterung Win32s konnten jetzt auch einzelne für Windows 95 entworfene 32-Bit Anwendungen ausgeführt werden, letzte Version von Win32s war 1.30c vom Februar 1996. Mit "Video for Windows" (VfW) wurde die Multimediafähigkeit erweitert. Minimum für den Einsatz von Windows 3.x sind 2 MByte RAM und 15 Mbyte Festplattenspeicher.


Die letzten Browser für WfW 3.11 sind: Internet Explorer 5.0 Deutsch, Internet Explorer 5.01 Englisch, Opera 3.62 Englisch und Netscape Navigator 4.08. Gerätehersteller konnten noch bis Anfang November 2008 das Betriebssystem Windows für Workgroups 3.11 lizenzieren.

Die Bedeutung dieser Windows-Varianten reicht heute über den musealen Charakter kaum hinaus. Sofern alte Hardware mit Taktfrequenzen um 20 MHz mit Treibern zum Laufen gebracht werden soll, kann Windows für Workgroups 3.1/ 3.11 noch verwendet werden, da es die stabilere Version ist und noch einige Treiber dafür erhältlich sind. Netzwerkzugriff ist mit allen Aktualisierungen und funktionierenden Treibern auch zu modernen Betriebssystemen über TCP/IP möglich. Aktuelle Hardware wird aber nicht mehr unterstützt.
 
Das System kann noch für Office-Tätigkeiten MS Office bis V4.3 und StarOffice bis 4.0, weniger komplexe Grafikaufgaben CorelDraw 5.0, MicroGrafx Designer/Picture Publisher 5, PaintShopPro 3.12 und alte 16-Bit-Spiele DOS/Win genutzt werden. Insgesamt ist die Hardwareunterstützung für SCSI besser als für IDE/Atapi. Geeignete Programme sind fast nur noch als Downloads oder auf dem Flohmarkt erhältlich. Die meisten gängigen Standardprogramme können nicht mehr ausgeführt werden.

Die produktive Nutzung des Betriebssystems ist somit auf modernen Systemen kaum noch möglich. Nur in der Welt der Embedded-PCs, etwa in Registrierkassen, kann sich das im Vergleich zu späteren Versionen ressourcenschonende Windows für Workgroups 3.11 aufgrund der Unterstützung des TCP/IP-Protokolls bis heute halten. Vereinzelt findet man Windows 3.11-Installationen auch noch in Standalone-PCs zur Steuerung älterer Geräte im Forschungsbetrieb, beispielsweise für die analytische Chemie Fluorometer, Spektrophotometer etc., für die keine aktuelle Software mehr angeboten wird, wie auch in der Industrie.

Wahrscheinlich werden sich nicht alle, die zu dieser Zeit bereits mit PCs zu tun hatten, so richtig gut daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, diese Windows-Version zu nutzen. Wer doch einmal eine Reise in die Vergangenheit wagen möchte, kann dies mit Hilfe von Virtualisierungssoftware wie Hyper-V, VMWare usw. sowie auch über DOSBox erreichen.

Das Internet Archiv stellt bis zu 1000 Programme und Spiele aus dieser Zeit zum Download zur Verfügung. Genau das Richtige für ein langes verregnetes Wochenende.

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2016 01:25


Microsoft » CMD DOS Shell

Das mächtige Kommandozeilen - Werkzeug Netsh

Der Artikel wird zur Zeit überarbeitet und kann leider nicht angezeigt werden.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2016 07:20


Esentutl.exe - Ein vielseitiges Datenbankwerkzeug

Wenn eine Datenbank fehlerhaft oder beschädigt ist, können die Daten aus einer Sicherung wiederhergestellt oder mit "Esentutl" repariert werden. "Esentutl" ist ein mächtiges Befehlszeilen-Dienstprogramm, das in einer gegebenen Speichergruppe mit dem Informationsspeicher verknüpfte Dateien wie ESE-Dateien (Extensible Storage Engine), Datenbankdateien (*.edb), Streamingdateien (*.stm) und Protokolldateien (*.log) verarbeitet.
Das Tool kann von der Befehlszeile aus für jeweils eine Datenbank ausgeführt werden. Hiermit kann eine Vielzahl von Datenbankaufgaben wie Reparatur, Onlinedefragmentierung und Integritätsprüfungen ausgeführt werden.

Um eine Datenbank zu reparieren, sollte man natürlich zuerst die Datenbank-, Log- und Checkpoint-Files kopieren und ein separates Verzeichnis ablegen. Zuvor sollte der Datenbankdienst auch beendet sein d.h. die Bereitstellung der Datenbank aufheben. Dann kann man eine privilegierte Eingabeaufforderungs-Sitzung öffnen und in das Verzeichnis mit dem Datenbankduplikat wechseln.

ESENTUTL.EXE

  • Der Reparaturmodus von "Esentutl" kann zum Reparieren einer fehlerhaften oder beschädigten Datenbank verwendet werden.
    esentutl /p "C:\recover\Datenbank-Einkauf.edb" /o
  • Der Modus für Protokollwiederherstellung und Datenbankwiederherstellung wird zum erneuten Einspielen von Transaktionsprotokolldateien in eine Datenbank verwendet.
  • Der Modus für das Erstellen einer Speicherabbilddatei kann verwendet werden, um Datenbank und Transaktionsprotokolldateien in Beziehung zu setzen und um weitere Informationen hierüber abzurufen.
  • Mit dem Prüfsummenmodus wird die Dateiintegrität einer Datenbank geprüft.
    esentutl /g "C:\restore\ntds.dit" /!10240 /8 /o
  • Der Modus für das Erstellen einer Dateikopie dient zum schnellen Kopieren sehr großer Dateien.
  • Im Defragmentierungsmodus kann eine Datenbank offline komprimiert werden, wobei die Größe der Datenbankdateien durch das Entfernen von Leerraum reduziert wird.

    Beispiel zur Defragmentierung einer Exchange Datenbank:

    esentutl /d "D:\Datenbank1\Exchange-DB-01.edb"

    Hier noch ein paar wichtige Optionsschalter:
    /p (Ursprüngliche Datenbank wird nicht überschrieben. Braucht mehr Speicherplatz)
    /t (Erstelle eine temporäre Datenbank unter angegebenen Pfad D:\TMP_DB\)

Beispiel zur Reperatur einer Active Directory Datenbank (Hard Recovery):

esentutl /p C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit /!10240 /8 /o

Anschliessendes mounten der Datenbank:

dsamain.exe -dbpath "C:\Windows\NTDS\restore\ntds.dit" -ldapport 5123 -allownonadminaccess -allowupgrade

Danach mit der MMC "Benutzer und Computer" die Datenbank auf Port 5123 öffnen.

Sehr hilfreich ist auch die Funktion von Esentutl große Dateien von mehren Gigabyte zu kopieren. Hier spielt es keine Rolle welche Art von Dateien. Normalerweise könnte man XCOPY oder ROBOCOPY von der Kommandozeile verwenden, jedoch ist hier Esentutl deutlich schneller und zeigt sogar einen Fortschrittsbalken an:

Copy with Esentutl

Hier ein praktisches Beispiel für die Batch Verarbeitung:

:KOPIEREN
cls
COLOR 2E
set SOURCE=%USERPROFILE%\Desktop
set DEST=H:\Online-Speicher\Archive
for %%f in (%SOURCE%\*.7z) do (
ESENTUTL /y %%f /D %DEST%\%%~nxf
)

In diesem Fall befindet sich eine 48 GB große 7zip Datei auf dem Desktop und wird nach Laufwerk H: kopiert.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2016 07:17


Windows für Workgroups 3.11

Windows für Workgroups 3.11 wurde Anfang November 1993 veröffentlicht. Es ist gegenüber seinem Vorgänger Windows 3.1 mit verbesserter 32-Bit-Netzwerksoftware und TCP/IP-Protokoll ausrüstbar, das die Kommunikation mehrerer Rechner in einem lokalen Netzwerk erlaubt. Mit einem Paket kleinerer Programme („Winsocks“) ist erstmals auch der Internetzugriff über ein Standardmodem mit AT-Befehlssatz (Hayes-kompatible) und den Bitraten 4,8 / 9,6 / 19,2 kBit/s möglich. Auch kann man per ISDN oder mit DSL ins Internet.
WfW konnte bis zu 25 Computer in einer Arbeitsgruppe zusammenfassen und darstellen. DOS-Treiber bleiben auch nach dem Windows Start aktiv. Das System lässt sich über folgende Konfigurationsdateien anpassen: WIN.INI, SYSTEM.INI und PROGMAN.INI, die Registry hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine verschwindend geringe Bedeutung.


Mit der später herausgebrachten Erweiterung Win32s konnten jetzt auch einzelne für Windows 95 entworfene 32-Bit Anwendungen ausgeführt werden, letzte Version von Win32s war 1.30c vom Februar 1996. Mit "Video for Windows" (VfW) wurde die Multimediafähigkeit erweitert. Minimum für den Einsatz von Windows 3.x sind 2 MByte RAM und 15 Mbyte Festplattenspeicher.


Die letzten Browser für WfW 3.11 sind: Internet Explorer 5.0 Deutsch, Internet Explorer 5.01 Englisch, Opera 3.62 Englisch und Netscape Navigator 4.08. Gerätehersteller konnten noch bis Anfang November 2008 das Betriebssystem Windows für Workgroups 3.11 lizenzieren.

Die Bedeutung dieser Windows-Varianten reicht heute über den musealen Charakter kaum hinaus. Sofern alte Hardware mit Taktfrequenzen um 20 MHz mit Treibern zum Laufen gebracht werden soll, kann Windows für Workgroups 3.1/ 3.11 noch verwendet werden, da es die stabilere Version ist und noch einige Treiber dafür erhältlich sind. Netzwerkzugriff ist mit allen Aktualisierungen und funktionierenden Treibern auch zu modernen Betriebssystemen über TCP/IP möglich. Aktuelle Hardware wird aber nicht mehr unterstützt.
 
Das System kann noch für Office-Tätigkeiten MS Office bis V4.3 und StarOffice bis 4.0, weniger komplexe Grafikaufgaben CorelDraw 5.0, MicroGrafx Designer/Picture Publisher 5, PaintShopPro 3.12 und alte 16-Bit-Spiele DOS/Win genutzt werden. Insgesamt ist die Hardwareunterstützung für SCSI besser als für IDE/Atapi. Geeignete Programme sind fast nur noch als Downloads oder auf dem Flohmarkt erhältlich. Die meisten gängigen Standardprogramme können nicht mehr ausgeführt werden.

Die produktive Nutzung des Betriebssystems ist somit auf modernen Systemen kaum noch möglich. Nur in der Welt der Embedded-PCs, etwa in Registrierkassen, kann sich das im Vergleich zu späteren Versionen ressourcenschonende Windows für Workgroups 3.11 aufgrund der Unterstützung des TCP/IP-Protokolls bis heute halten. Vereinzelt findet man Windows 3.11-Installationen auch noch in Standalone-PCs zur Steuerung älterer Geräte im Forschungsbetrieb, beispielsweise für die analytische Chemie Fluorometer, Spektrophotometer etc., für die keine aktuelle Software mehr angeboten wird, wie auch in der Industrie.

Wahrscheinlich werden sich nicht alle, die zu dieser Zeit bereits mit PCs zu tun hatten, so richtig gut daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, diese Windows-Version zu nutzen. Wer doch einmal eine Reise in die Vergangenheit wagen möchte, kann dies mit Hilfe von Virtualisierungssoftware wie Hyper-V, VMWare usw. sowie auch über DOSBox erreichen.

Das Internet Archiv stellt bis zu 1000 Programme und Spiele aus dieser Zeit zum Download zur Verfügung. Genau das Richtige für ein langes verregnetes Wochenende.

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2016 01:25


Fotos mit Batchdatei sortieren

 Batch Datei zum verschieben von Fotos aus einem Verzeichnis in neu erstellte Unterverzeichnisse anhand des Dateidadums.

 
@echo off & setlocal
color 1E
echo ╔════════════════════════════════════════════╗
echo ║    Batch Script zur Sortierung von Fotos   ║
echo ╠════════════════════════════════════════════╣
echo ║  Es erstellt Ordner mit Dateidatum und     ║
echo ║  verschiebt die Fotos aus einem Quell-     ║
echo ║  verzeichnis in die neuen Ordner.          ║
echo ╚════════════════════════════════════════════╝
set /P w=    [S]ortieren oder [A]bbrechen?     
echo ──────────────────────────────────────────────
echo.
    if /I "%w%"=="s" goto Sortierung
    if /I "%w%"=="a" goto Abbrechen
goto ende

:Sortierung
    echo ╔══════════════════════════════════════════════╗
    echo ║Alle Fotos im Verzeichnis werden nun sortiert.║
    echo ║    Bitte warten, bis Sortierung beendet!     ║
    echo ╚══════════════════════════════════════════════╝
    echo.
    set "Ziel=P:\DATEN\FOTOS"

    if "%~1" neq "" pushd %1
    for %%i in ("*.jpg") do (
    for /f "tokens=1-3 delims=. " %%a in ("%%~ti") do (
        if not exist "%Ziel%\%%c-%%b-%%a" md "%Ziel%\%%c-%%b-%%a"
        move %%i "%Ziel%\%%c-%%b-%%a\"
    )
    )
    if "%~1" neq "" popd

goto ende

:Abbrechen
    echo Abbruch
goto ende

:ende
    echo.
    pause

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2016 04:07


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Linux

Datei- und Ordnerrechte unter Linux allgemein

Unter Linux sind jeder Datei und jedem Ordner drei Rechteebenen zugeordnet.
Sie gelten für:  
- Eigentümer
- Gruppe
- Alle anderen  
Jeder dieser Ebenen lassen sich gesonderte Rechte zuordnen.
Diese Rechte sind:  
- r wie read für das Leserecht
- w wie write für das Schreibrecht
- x wie execute für das Recht, eine Datei auszuführen (bei Verzeichnissen bedeutet das x, dass das Verzeichnis geöffnet werden darf).  
Wer mit ls -l den Inhalt eines Linux-Verzeichnisses anzeigen lässt, sieht links die Dateirechte, beispielsweise rwxrw-r--. Diese Rechte gelten von links nach rechts gelesen für den Eigentümer einer Datei rwx, für die Gruppe rw- und für die anderen Benutzer r--.
Falls an erster Stelle ein d steht, handelt es sich um ein Verzeichnis.   Diese Rechte lassen sich auch in Zahlen ausdrücken. Dabei steht jeweils eine Ziffer für eine Rechteebene, die erste Ziffer für den Eigentümer, die zweite für die Gruppe und die dritte für alle anderen.
Die Ziffer selbst ergibt sich aus den genehmigten Rechten:   r = 4 w = 2 x = 1  
Die gegebenen Rechte werden einfach zusammengezählt. 
Beispiel: Soll der Eigentümer die Datei lesen, schreiben und ausführen dürfen, so addiert man 4 + 2 + 1 und erhält 7.  
Soll die Gruppe die Datei nur ansehen und ausführen dürfen, so ergibt 4 + 1 die 5.
Und die anderen dürfen gar nichts, haben also die 0.
So ergibt sich in diesem Beispiel für die Dateirechte die 750.
Und die kann man mit dem Befehl chmod in Linux setzen.  
Häufig steht vor den drei Ziffern an erste Stelle noch eine vierte.
Die setzt die Attribute set user ID, set group ID und sticky. In Samba bleibt diese Ziffer meist bei 0. Mehr zu den Attributen verrät man chmod.  
Eigentümer und Gruppe einer Datei oder eines Ordners lassen sich mit den Befehlen chown und chgrp ändern.
Mehr dazu verraten die entsprechenden man-Einträge.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 17-10-2016 10:57


MySQL Root - Passwort ändern

(Wenn root noch kein Passwort hat):

 # mysqladmin -u root password NEUESPASSWORT

(Wenn root schon ein Passwort hat):

 # mysqladmin -u root -p ALTESPASSWORT NEUESPASSWORT

Passwort anderer Accounts ändern:

# mysqladmin -u USER -p ALTESPASSWORT NEUESPASSWORT

MySQL Passwörter direkt in mysql ändern:
1) Über die Kommandozeile am mySQL Server anmelden:

mysql -u root -p

2) In die mysql Datenbank wechseln:

mysql> use mysql;

3) Passwort für USER ändern:

mysql> update user set password=PASSWORD("NEUESPASSWORT") where User='USER';

4) Die User-Rechte neu laden:

mysql> flush privileges;
mysql> quit

Wenn man das root Passwort nicht in /etc/mysql/my.cf oder unter Debian z.B. in /etc/mysql/debian.cf findet, kann man es neu setzen. Das ist relativ einfach und schnell gemacht.

1) mySQL Server anhalten: 

/etc/rc.d/init.d/mysql stop

2) mySQL Server manuell mit der Option " –skip-grant-tables" starten:

/usr/local/mysql/bin/safe_mysqld –skip-grant-tables

3) Über die Kommandozeile am mySQL Server anmelden:

# mysql -u root -p

2) In die mysql Datenbank wechseln:

mysql> use mysql;

3) Passwort für USER ändern:

mysql> update user set password=PASSWORD("NEUESPASSWORT") where User='USER';

4) Die User-Rechte neu laden:

mysql> flush privileges;
mysql> quit

5) mySQL Server wieder starten:

/etc/rc.d/init.d/mysql start

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 03:44


Nagios-Plugin check_disk meldet .gvfs not accessible

Disk Space meldet während Gnome läuft:
DISK CRITICAL - /home/benutzername/.gvfs is not accessible: Permission denied
oder
DISK CRITICAL - /root/.gvfs is not accessible: Permission denied
Nagios3
Die Ursache dieses Fehlers beruht darauf, daß der Service "Disk Space" das "check_all_disks" aufruft, welches das Plugin "check_disk" benutzt. Dieses versucht alle gemounteten Filesysteme zu testen. Da Gnome bei einer Anmeldung das fuse-eigene Fiesystem mountet, welches für nagios nicht einsehbar ist, schlägt der Test fehl.

Lösung:
in der Definition des Testes beim Aufruf des Plugins
-X fuse.gvfs-fuse-daemon
anhängen, das schließt dieses spezielle Filesystem von den Tests aus,
die anderen werden jedoch weiterhin getestet.
Beispiel aus Konfigurationsdatei:
/etc/nagios3-plugins/config/disk.cfg

# 'check_all_disks' command definition

define command{
 command_name    check_all_disks
 command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_disk -w $ARG1$ -c $ARG2$ -X fuse.gvfs-fuse-daemon
 }

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 27-11-2016 03:47


Microsoft Powershell unter Linux

Das Microsoft Entwicklerteam der Powershell, dem wichtigsten Verwaltungswerkzeug für Windows, hat seinen Kommandozeileninterpreter schon von Beginn an stark an die Konzepte typischer Unix-Shells angelehnt. Folgerichtig steht die Powershell als Open-Source-Software zum Download zur Verfügung und ist auf Linux portiert worden. Der CEO Satya Nadella von Microsoft wandelt Microsoft so langsam in ein Open-Source-Unternehmen um. Zuvor hatte Microsoft auch die eigene SQL-Server-Software für Linux veröffentlicht und Microsofts Software-Plattform .NET komplett unter Open-Source-Lizenz gestellt. Windows 10 ist zudem mit der vor allem aus der Linux-Welt bekannten Unix-Kommandozeile Bash ausgestattet worden. Die beliebte Linux-Distribution Ubuntu lässt sich komplett in Windows 10 ausführen.

So ist die Installation der Powershell auf Debian und Unbuntu möglich:

wget https://github.com/PowerShell/PowerShell/releases/download/v6.0.0-alpha.9/powershell_6.0.0-alpha.9-1ubuntu1.16.04.1_amd64.deb

sudo dpkg -i powershell_6.0.0-alpha.9-1ubuntu1.16.04.1_amd64.deb

Die Linux-Version der Powershell ist noch im Beta-Status und besitzt noch nicht alle Funktionen der Software wie unter Windows. Derzeit kann die Microsoft-Kommandozeile unter Linux nur lokal verwendet werden. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben noch an einer OpenSSH-Unterstützung der Powershell, um sie auch über das Netzwerk steuern zu können.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 01-12-2016 21:12


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Was bedeutet beim booten von Debian die Meldung "intel_rapl: no valid rapl domains"?

Virtualbox Linux Fehlermeldung beim Start

Startet man ein Debian oder Ubuntu System in einer Virtual Box, so kann es sein, dass einem während des Bootvorganges die Fehlermeldung "no valid rapl domains found in package 0" auffallen.
Diese Fehlermeldung besagt, dass Linux das Modul nicht laden kann, da es üblicherweise auf echten PCs starten würde. RAPL (Running Average Power Limit) ist einfach eine Energieverwaltung von Intel.
Trotzdem kann dies mit der Zeit auf den Wecker fallen.

Dies war beim Linux Kernel eine Änderung, die im Oktober 2013 eingeführt wurde, um den Intel RAPL Power Capting Treiber im Linux Kernel zu unterstützen. Diese Meldung ist nicht störend und hat keinen Einfluss auf die Leistung oder Funktionalität des Systems, da es sich nur um ein Energieverwaltungsmodul handelt. Wenn die Virtualisierungssoftware z.b. VirtualBox diesen Treiber unterstützt (und der Host unterstützt erweiterte Power-Funktionen), wird die Meldung ausgeblendet.
Hier kann man den Quellbaum des Moduls überprüfen, um zu prüfen, was es tut.

Es gibt also Zwei Lösungen um hier Abhilfe zu schaffen:
In VirtualBox PAE/NX aktivieren:

oder das Modul auf die Blackliste setzen und vom Laden ausschliessen.

echo 'blacklist intel_rapl' >> /etc/modprobe.d/blacklist.conf
reboot

Mit modprobe können Module zur Laufzeit des Systems ge- und entladen werden.
Bei Debian : nano /etc/modprobe.d/fbdev-blacklist.conf
Bei Ubuntu : nano /etc/modprobe.d/blacklist.conf
Bei Suse (Leap): /etc/modprobe.d/50-blacklist.conf

Die Sperrlisten im Verzeichnis /etc/modprobe.d/ haben üblicherweise den Namen blacklist-Modulname.conf, d.h. der Dateiname kann frei gewählt werden, sollte aber mit dem Präfix blacklist- beginnen um direkt über die Funktion zu informieren. Darüber hinaus existiert auch eine "allgemeine" Datei, die nur den Namen blacklist.conf trägt. Diese Datei sollte man allerdings nicht komplett überschreiben, sondern bei Bedarf weitere Einträge anhängen.

Eine ausführlichere Beschreibung über die Kernelmodule gibt es hier

Zum Schluss noch alle Treiber die zum Starten des Systems notwendig sind und nicht zum Kernel gehören einmal neu laden.

sudo update-initramfs -u -k all

Jetzt sollte beim nächsten Bootvorgang die Fehlermeldung nicht mehr vorhanden sein.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 14-11-2017 10:20


OpenSSL auf Debian aktualisieren/installieren

OpenSSL ist die am meisten verwendete SSL-Bibliothek des Planeten.
Wie auch bei Apache liegt im Debian-Repository meist eine veraltete
OpenSSL-Version vor (1.0.1), welche sogar noch anfällig für Heartbleed-Attacken ist.

Um Auf die neuste Version Snapshot Version (1.1.0g) zu aktualisieren,
müssen wir daher OpenSSL auf unserem System selbst kompilieren und installieren.

Schritt 1: Vorbereitung
Zunächst werden hierfür die benötigten Pakete zur Kompilierung installiert:

apt-get install autoconf python libtool build-essential

Schritt 2: Download von OpenSSL
Hierfür laden wir OpenSSL herunter und entpacken es:

wget wget https://www.openssl.org/source/openssl-1.1.0g.tar.gz -O openssl-1.1.0g.tar.gz
tar xfz openssl-*.tar.gz

Schritt 3: Kompilierung von OpenSSL
Kompilierung unseres OpenSSL Sourcecode Packetes:

cd openssl-*
sudo ./config --prefix=/usr zlib-dynamic --openssldir=/etc/ssl shared
sudo make
sudo make test

Schritt 4: Installation von OpenSSL

sudo make install

Schritt 5: Überprüfung der Installation
Nun sollte nun OpenSSL installiert sein, mit Hilfe des Befehls:

openssl version

kann die aktualisierte Version getestet werden.
In einigen Fällen wird trotzdem nicht die aktuelle Version angezeigt.
In diesem Fall hilft folgende Lösung:

$ mv /usr/bin/openssl /root/
$ ln -s /usr/local/ssl/bin/openssl /usr/bin/openssl
openssl version

OpenSSL 1.1.0g 5 Jan 2018

Diese Prozedur funktioniert sowohl als Neuinstallation, als auch als Update.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 24-01-2018 16:06


Microsoft » Outlook

Kopfzeilen Quelltext in Outlook 2010 und 2013 anzeigen

Kopfzeilen von E-Mail-Nachrichten enthalten eine Liste technischer Details zu einer Nachricht, beispielsweise den Absender, die zum Verfassen verwendete Software und die E-Mail-Server, die auf dem Weg zum Empfänger durchlaufen wurden. Anhand dieser Details kann man Probleme mit der E-Mail-Nachricht identifizieren oder die Quelle unerwünschter kommerzieller E-Mail-Nachrichten aufspüren. Bei Outlook 2010 und Outlook 2013 hat Microsoft das aus unerfindlichen Gründen noch etwas weiter versteckt.

Doppelklicken Sie die fragliche Mail an, um sie in einem separaten Fenster zu öffnen. 

Sie finden die Nachrichtenoptionen bzw. Eigenschaften im Reiter Nachricht an einem Ort, an dem Sie niemals gesucht hätten, nämlich unter den Kategorien. Klicken Sie im Bereich Kategorien aufs unscheinbare Symbol unten rechts. 

Alternativ kann man auch nach dem Öffnen der Mail im gleichen Fenster im Menü Datei die Eigenschaften wählen.

Ergebnis:

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 24-10-2016 00:37


Netzwerk

Subnetzmasken

Die Aufteilung eines zusammenhängenden Adressraums von IP-Adressen in mehrere kleinere Adressräume nennt man Subnetting. Ein Subnet, Subnetz bzw. Teilnetz ist ein physikalisches Segment eines Netzwerks, in dem IP-Adressen mit der gleichen Netzwerkadresse benutzt werden. Diese Teilnetze können über Routern miteinander verbunden werden und bilden dann ein großes zusammenhängendes Netzwerk.
Um die Netzlast sinnvoll und geordnet zu verteilen, werden Netzwerke in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten und/oder nach organisatorischen Gesichtspunkten aufgeteilt. Dabei wird auch berücksichtigt, wie viele Hosts sich innerhalb eines Subnetz befinden.
Die Berücksichtigung der physikalischen Netzstruktur durch die gezielte Vergabe von IP-Adressen und damit eine logische Zusammenfassung mehrerer Hosts zu einem Subnetz reduziert die Routing-Informationen auf die Angabe der Netzwerk-Adresse. Die Netzwerk-Adresse gewährleistet den Standort einer IP-Adresse in einem bestimmten Subnetz. Ein Router benötigt dann nur noch die Routing-Information zu diesem Subnetz und nicht zu allen einzelnen Hosts in diesem Subnetz. Der letzte Router, der in das Ziel-Subnetz routet, ist dann für die Zustellung des IP-Datenpakets verantwortlich.

Jede IP-Adresse teilt sich in Netz-Adresse und Host-Adresse. Die Subnetzmaske bestimmt, an welcher Stelle diese Trennung stattfindet. Die nachfolgende Tabelle enthält alle möglichen Subnetzmasken. Je nach verwendeter Netzwerk-Adresse und Subnetzmaske wird eine bestimmte Host-Anzahl in einem Subnetz adressierbar:

Hostanzahl Subnetzmaske 32-Bit-Wert Suffix
16777214 255.0.0.0 1111 1111 0000 0000 0000 0000 0000 0000 /8
8388606 255.128.0.0 1111 1111 1000 0000 0000 0000 0000 0000 /9
4194302 255.192.0.0 1111 1111 1100 0000 0000 0000 0000 0000 /10
2097150 255.224.0.0 1111 1111 1110 0000 0000 0000 0000 0000 /11
1048574 255.240.0.0 1111 1111 1111 0000 0000 0000 0000 0000 /12
524286 255.248.0.0 1111 1111 1111 1000 0000 0000 0000 0000 /13
262142 255.252.0.0 1111 1111 1111 1100 0000 0000 0000 0000 /14
131070 255.254.0.0 1111 1111 1111 1110 0000 0000 0000 0000 /15
65534 255.255.0.0 1111 1111 1111 1111 0000 0000 0000 0000 /16
32766 255.255.128.0 1111 1111 1111 1111 1000 0000 0000 0000 /17
16382 255.255.192.0 1111 1111 1111 1111 1100 0000 0000 0000 /18
8190 255.255.224.0 1111 1111 1111 1111 1110 0000 0000 0000 /19
4094 255.255.240.0 1111 1111 1111 1111 1111 0000 0000 0000 /20
2046 255.255.248.0 1111 1111 1111 1111 1111 1000 0000 0000 /21
1022 255.255.252.0 1111 1111 1111 1111 1111 1100 0000 0000 /22
510 255.255.254.0 1111 1111 1111 1111 1111 1110 0000 0000 /23
254 255.255.255.0 1111 1111 1111 1111 1111 1111 0000 0000 /24
126 255.255.255.128 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1000 0000 /25
62 255.255.255.192 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1100 0000 /26
30 255.255.255.224 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1110 0000 /27
14 255.255.255.240 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1111 0000 /28
6 255.255.255.248 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1000 /29
2 255.255.255.252 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1111 1100 /30

Jeweils die erste und letzte IP-Adresse eines IP-Adressbereichs (z. B. 192.168.0.0 bis 192.168.0.255) kennzeichnen die Netzwerk-Adresse (192.168.0.0) und Broadcast-Adresse (192.168.0.255). Diese Adressen können an keinen Host vergeben werden. Deshalb muss die Anzahl der IP-Adressen um zwei reduziert werden, damit man auf die richtige Anzahl nutzbarer IP-Adressen kommt.

/22    2^10 -2 = 1022
/26    2^6 - 2 = 62
/28    2^4 - 2 = 14

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 18-11-2016 03:05


Linux » Apache

Das Upload-Limit von Apache2 erhöhen

Das Upload-Limit einer Standardinstallation von Apache 2 und PHP ist standartmässig auf 2MB begrenzt, was für manche Webdienste einfach nicht ausreicht. Oft sollen Daten hochgeladen werden, die bei Weitem größer als 2MB sind (Bilder, Archivdateien, Videos…).

So wird es über die php.ini gemacht:
In der Datei

/etc/php5/apache2/php.ini

müssen die Einträge:

post_max_size

  und 

upload_max_filesize

editiert werden.
Der Wert kann der jeweils gewünschte Größe angepasst werden (8M, 16M, 32M, 64M, 128M,..).
Anschließend den Apache2 neu starten oder ein Reload durchführen, um die neue Konfiguration einzulesen:
Apache Neustart:

$ sudo /etc/init.d/apache2 restart

oder

$ sudo apachectl -k restart

Apache Reload: (Hier wird nur die Konfiguration neu geladen ohne den Server explizit zu starten)

$ sudo /etc/init.d/apache2 reload

oder

$ sudo apachectl -k graceful

Durch die php.ini werden die Einstellungen global für den Apache2 gesetzt.

Webseitenspezifische Einstellungen können z.B. auch durch das Anlegen einer .htaccess Datei im Wurzelverzeichnis des Webangebots festgelegt werden. Wenn der Webserver die Änderung von PHP - Einstellungen über eine .htaccess Datei zulässt (Apache + mod_php) können  folgende zwei Zeilen zu einer .htaccess im installierten Verzeichnis hinzugefügt werden:

php_value upload_max_filesize 15M
php_value post_max_size 15M

 Benutzer/innen von Red Hat Enterprise sollten außerdem auch LimitRequestBody in der Datei /etc/httpd/conf.d/php.conf überprüfen (und gegebenfalls erhöhen). Dieser Wert ist standardmäßig relativ niedrig eingestellt. Diese Direktive spezifiziert die Anzahl der Bytes von 0 (unlimitiert) bis 2147483647 (2GB), die im Request-Body erlaubt sind.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 03:01


Microsoft » Powershell

Powershell Script erstellen

Der Artikel wird zur Zeit überarbeitet und kann leider nicht angezeigt werden.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 18-10-2016 14:32


PowerShell Script ausführbar machen

PowerShell - ExecutionPolicy setzen
Aus Sicherheitsgründen werden Powershell Scripts standartmässig nicht auf einem Clienten ausgeführt! Es erscheint eine Fehlermeldung:

Die Datei "C:\Scripte\hallo_welt.ps1" kann nicht geladen werden, da die Ausführung von Skripts auf diesem System deaktiviert ist. Weitere Informationen erhalten Sie mit "get-help about_signing".
Um die Ausführung von Scripten dennoch zuzulassen zu können, öffnet man die Powershell mit Administratorrechten und gibt dort folgenden Befehl mit Schalter ein:

PS C:\>Set-ExecutionPolicy -ExecutionPolicy RemoteSigned

Danach drückt man die Eingabetaste und bestätigt die Sicherheitsabfrage mit "J" für Ja. Hierdurch können nun alle Scripte ausgeführt werden, egal welcher Herkunft.

Get-ExecutionPolicy und Set-ExecutionPolicy

Um den aktuellen Status über die Ausführungs Richtlinie anzeigen zu können, gibt man folgenden Befehl ein:

PS C:\Scripte> Get-ExecutionPolicy -List        
Scope ExecutionPolicy
        ----- ---------------
MachinePolicy       Undefined
   UserPolicy       Undefined
      Process       Undefined
  CurrentUser       Undefined
 LocalMachine    RemoteSigned

Die wichtigsten Richtlinien Schalter:
– Restricted:
Es werden keine Konfigurationsdateien geladen und keine Skripts ausgeführt. "Restricted" ist der Standardwert.
– AllSigned:
Alle Skripts und Konfigurationsdateien müssen von einem vertrauenswürdigen Herausgeber signiert werden; einschließlich der Skripts, die auf dem lokalen Computer erstellt werden.
– RemoteSigned:
Alle aus dem Internet heruntergeladenen Skripts und Konfigurationsdateien müssen von einem vertrauenswürdigen Herausgeber signiert sein.
– Bypass:
Keine Blockierung findet statt, und es werden keine Warnungen oder Eingabeaufforderungen ausgegeben.
– Undefined:
Entfernt die gerade zugewiesene Ausführungsrichtlinie aus dem aktuellen Bereich.
Mit diesem Parameter wird keine Ausführungsrichtlinie entfernt, die in einem Gruppenrichtlinienbereich festgelegt wurde.

Um die mannigfaltigen Möglichkeiten und Details für weiterfürende Informationen zu bekommen, einfach in der Powershell folgenden Befehl eingeben:

PS C:\Scripte> Get-Help Set-ExecutionPolicy -examples

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 13:38


Exportieren des PowerShell-Befehlsverlaufs in eine Datei

Der Befehlsverlauf der Powershell geht verloren, wenn das Powershell-Fenster geschlossen wird. Das Get-History-Cmdlet kann hier zum Beispiel Abhilfe schaffen, um alle eingegebenen Powershell -Befehle in eine Datei zu exportieren, wie unten dargestellt:

     Get-History | Export-CSV C:\Temp\CommandHistory.CSV

Der obige Befehl wird alle Powershell -Befehle aus dem Sitzungsverlauf und Cmdlets, in eine CSV-Datei exportieren.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 07-11-2016 09:36


Anmeldezeit aller Computerkonten und User in einer Domäne anzeigen

Um festzustellen welche Computer sich in einer Domäne als letztes angemeldet haben,
kann man das Cmdlet Get-ADComputer verwenden:

Get-ADComputer -Filter * -Properties * | FT Name, LastLogonDate -Autosize

Um in einer etwas größeren Umgebung nicht die Übersicht zu verlieren, kann man die Ausgabe auch sortiern:

Get-ADComputer -Filter * -Properties * | Sort LastLogonDate | FT Name, LastLogonDate -Autosize

Get-ADComputer

Die Ausgabe kann auch gleich in eine Textdatei gespeichert werden:

Get-ADComputer -Filter * -Properties * | Sort LastLogonDate | FT Name, LastLogonDate -Autosize | Out-File C:\Share\ComputersLastLogonDate.txt

Mit der PowerShell kann man sich ebenfalls auch das letzte Anmeldedatum der User ausgeben lassen. Dazu muss eine Abfrage nach "LastLogonDate" durchgeführt werden. Diese Eigenschaft liest den Wert aus dem Attribut LastLogonTimeStamp aus. Der Befehl lautet:

Get-ADUser -Filter * -Properties LastLogonDate | Sort-Object -Property LastLogonDate -descending | FT -Property Name, LastLogonDate -A

Get-ADUser

Um hier die Ausgabe ebenfalls in eine Datei zu speichern kann folgender Befehl ausgeführt werden:

Get-ADUser -Filter * -Properties LastLogonDate | Sort-Object -Property LastLogonDate -Descending | ft -Property Name, LastLogonDate -A | Out-File C:\Share\UsersLastLogonDate.txt

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 12-11-2016 02:58


Benutzerkonten abfragen mit der PowerShell

Die PowerShell ist sowohl ein interaktiver Kommandointerpreter als auch eine Script-Umgebung. Man kann die AD Cmdlets entweder in einzelnen Befehlen für kleinere Aufgaben einsetzen, oder sie nutzen, um Scripts für komplexere Probleme zu entwickeln. Für aufwändigere Operationen steht eine Vielzahl an Tools zur Verfügung. Um die Active-Directory User (ADUser) einer Domäne zu verwalten kann man sich mit folgenden Befehl in der Powershell die zu verwendenden Befehle anzeigen lassen:

 Get-Help *aduser*

Get-ADUser

Oft möchte man Informationen über Benutzer aus dem AD auslesen. Aber auch wenn man sie ändern will, muss man in den meisten Fällen die gewünschten User erst ermitteln. Dafür ist das Cmdlet Get-ADUser vorgesehen, das mit Hilfe des Parameters -Filter das Ergebnis gleich an der Quelle auf die benötigten Objekte einschränkt.

Get-ADUser -Filter "Surname -like 'B*'"

In diesem Beispiel gibt der Befehl alle User zurück, deren Nachname mit dem Buchstaben "B" beginnt. Für Ausdrücke innerhalb des Filters kann man auch andere Vergleichsoperatoren verwenden, mit deren Hilfe man weitere Attribute wie etwa "Name" prüfen kann. Möchte man nun alle Konten abrufen, dann muss man den Parameter -Filter trotzdem verwenden, in diesem Fall mit dem Wert '*'.

PowerShell AdUser -Filter Beispiel um L* Bonn zu finden:

Get-ADUser -Filter {(GivenName -Like "L*") -and (Surname -eq "Bonn")}

Oft möchte man allerdings AD User nicht nur nach Namen filtern, sondern auch nach anderen Eigenschaften. Standardmäßig zeigt Get-ADUser hier begrenzte Attribute an. Dies kann man mit dem Parameter "-Properties" ändern:

Get-ADUser -Filter:"Surname -like 'B*'" -Properties *

Anhand dieser Ausgabe lassen sich alle Schalter der verschiedenen Attribute auflisten, die man dann in Filter-Ausdrücken verwenden kann.
Hier ein Beispiel, das alle AD User auflistet, mit den vorgegebenen Parametern und anschliessend in eine Textdatei speichert:

Get-ADUser -Properties * -Filter * | FL name, title, mail, telephoneNumber, StreetAddress, EmailAddress, LastLogonDate, PasswordLastSet, homeMDB | Out-File C:\ADMIN\USERS.TXT

Abfragen mit Search-ADAccount
Für einige Abfragen ist das Cmdlet Search-ADAccount allerdings besser geeignet, weil es noch einige besondere Parameter akzeptiert.
Das gilt z.B. wenn sich User ausgesperrt haben oder ein Konto abgelaufen ist.
Um alle Benutzerkonten zu finden, deren Kennwort abgelaufen ist, kommt man mit diesm Befehl zum Ziel:

Search-ADAccount -PasswordExpired -UsersOnly

Weitere Parameter zur Spezifizierung von Attributen mit Search-ADAccount sind zum Beispiel:

-PasswordNeverExpires -AccountDisabled -AccountExpiring 31.12.2016 -AccountInactive <Tage> (z.B.: -AccountInactive 30) -LockedOut -PasswordExpired

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 15-11-2016 01:17


Exchange Management Shell - Der Tipp des Tages

Immer wenn man die Exchange Powershell öffnet kommt zur Einführung der „Tipp des Tages“.
Bei genauerer Betrachtung der Tipps kommt man drauf, das teilweise sogar einige wertvolle Tipps für die tägliche Administration dabei sind. Mit folgenden Powershell-Kommando können die Tipps einzeln durchgesprungen werden.

Get-Tip -local:1

Um auf die Komplette Sammlung in deutsch zuzugreifen, kann man diese in einer XML-Datei in folgendem Verzeichnis finden:
C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\v15\Bin\de\ExTips.xml

 

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 15-11-2016 02:16


Microsoft Powershell unter Linux

Das Microsoft Entwicklerteam der Powershell, dem wichtigsten Verwaltungswerkzeug für Windows, hat seinen Kommandozeileninterpreter schon von Beginn an stark an die Konzepte typischer Unix-Shells angelehnt. Folgerichtig steht die Powershell als Open-Source-Software zum Download zur Verfügung und ist auf Linux portiert worden. Der CEO Satya Nadella von Microsoft wandelt Microsoft so langsam in ein Open-Source-Unternehmen um. Zuvor hatte Microsoft auch die eigene SQL-Server-Software für Linux veröffentlicht und Microsofts Software-Plattform .NET komplett unter Open-Source-Lizenz gestellt. Windows 10 ist zudem mit der vor allem aus der Linux-Welt bekannten Unix-Kommandozeile Bash ausgestattet worden. Die beliebte Linux-Distribution Ubuntu lässt sich komplett in Windows 10 ausführen.

So ist die Installation der Powershell auf Debian und Unbuntu möglich:

wget https://github.com/PowerShell/PowerShell/releases/download/v6.0.0-alpha.9/powershell_6.0.0-alpha.9-1ubuntu1.16.04.1_amd64.deb

sudo dpkg -i powershell_6.0.0-alpha.9-1ubuntu1.16.04.1_amd64.deb

Die Linux-Version der Powershell ist noch im Beta-Status und besitzt noch nicht alle Funktionen der Software wie unter Windows. Derzeit kann die Microsoft-Kommandozeile unter Linux nur lokal verwendet werden. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben noch an einer OpenSSH-Unterstützung der Powershell, um sie auch über das Netzwerk steuern zu können.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 01-12-2016 21:12


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52


Linux » Open-Xchange

Was ist Open-Xchange?

Mit Open-Xchange hat man die Möglichkeit, neben dem E-Mailpostfach umfangreiche Kalender-, Kontakt- und Aufgaben-Funktionen zu nutzen. Außerdem stehen Team-Funktionalitäten zur Verfügung (Groupware), sodass Kalender und Adressbücher gemeinsam innerhalb aller Nutzer einer Domain freigeben und genutzt werden können. Auch ist es möglich, Dokumente auf den Server zu laden und jederzeit griffbereit zu haben (Infostore). Zudem können E-Mails externer Postfächer wie GMX, web.de, Google und aller IMAP-fähigen Postfächer im Open-Xchange Postfach gesammelt und verschiedene Social-Feeds wie Facebook oder Twitter abonniert werden.

Der Zugriff auf Open-Xchange erfolgt über jeden Browser (z.B. Internet Explorer, Firefox oder Chrome), jedes Exchange-fähige E-Mailprogramm (z.B. Microsoft Outlook) oder die meisten Smartphones (z.B. iPhone und sämtliche Android-Smartphones). Auf jedem dieser „Clients“ stehen sämtliche Daten (E-Mails, Kontakte, Termine) stets synchron zur Verfügung.

Der Open-Xchange Server ist daher eine beliebte Linux-basierte „Exchange-Alternative“ für E-Mail- und Groupware-Lösungen.
So können mit Open-Xchange auch E-Mails von externen Webmail-Accounts zentral bearbeitet werden. Zudem synchronisiert Open-Xchange die Kontaktdaten des Netzwerks von XING, Facebook oder LinkedIn und stellt diese automatisiert im Open-Xchange Adressbuch zur Verfügung. Um die Team- und Projektarbeit mit externen Geschäftspartnern zu vereinfachen, kann Open-Xchange Kontaktinformationen und Dokumente auch Mitarbeitern ohne eigenem Open-Xchange-Zugang sicher und geschützt bereit gestellt werden.

Die lizenzkostenfreie und im Funktionsumfang nicht beschränkte Community Edition gibt es für die Linux-Distributionen Fedora, openSUSE und Ubuntu. Auch wenn Open-Xchange immer wieder aktualisierte Software-Pakete der Community Edition zur Verfügung stellt, so sollte diese nicht für den produktiven Einsatz in kritischen Enterprise Umgebungen eingesetzt werden. Qualitätsgesicherte Updates, Fixes und Patches liefert Open-Xchange im Rahmen von Maintenance-Verträgen nur für die Open-Xchange Server Edition bzw. Hosting Edition, die auf den Betriebssystemen Debian 4 oder 5, SUSE Linux Enterprise Server  sowie RedHat Enterprise Linux aufsetzen.

Abgerundet wird das Produktangebot durch zwei Lösungen, die auf Univention Corporate Server als Betriebssystem-Basis aufsetzen und beide die grafische Univention-Oberfläche zur Installation und Administration der Groupware mitnutzen: Während sich die Open-Xchange Appliance Edition an Kleinunternehmen richtet, die selbst einen eigenen Mail-Server-betreiben wollen, adressiert die multi-server-fähige Open-Xchange Advanced Server Edition mittelständische und Großunternehmen, die eine individuelle Kommunikationslösung im eigenen Haus realisieren wollen. Um diese evaluieren zu können, müssen entsprechende Testkeys per Mail angefordert werden. Gleiches gilt für die „ OXtender “ genannten Software-Erweiterungen, mit denen mobile Endgeräte, Microsoft Outlook und die nativen Mac OS X-Anwendungen Mail, Address Book und iCal als Clients an den Open-Xchange Server angebunden werden können. Letztere lassen sich allerdings nicht mit der Community Edition betreiben.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 07:05


Linux » OpenStack

Cloud Alternative OpenStack

OpenStack ist ein Softwareprojekt, welches eine freie Architektur für Cloud-Computing zur Verfügung stellt.
Wer sich mit der Umsetzung einer privaten Cloud für sein Unternehmen beschäftigt, kommt nicht darum herum sich auch mit OpenStack zu beschäftigen. Das, was ein Betriebssystem für den PC ist, das ist OpenStack für die Cloud. Während beispielsweise Windows oder Linux einzelne Ressourcen eines Rechners oder Servers verwaltet, übernimmt OpenStack diese Aufgaben für Ressourcen von vielen Rechnern, die zusammen die Plattform einer Cloud-Umgebung darstellen. OpenStack ist also – ganz einfach erklärt – das Betriebssystem für Cloud-Infrastrukturen.

Die bekanntesten Cloud-Systeme gibt es von Amazon, Google und auch von Microsoft. Um es konkret zu sagen: Bei Amazon sind das die Amazon Web Services beziehungsweise das Amazon Elastic Cloud Computing. Abgekürzt nennen sich diese AWS und EC2. Bei Google heißt das Betriebssystem Google Compute Engine. Die Cloud-Computing-Plattform von Microsoft ist Microsoft Azure. Der Unterschied bei OpenStack ist nun, dass es sich dabei um die Open-Source-Variante eines Betriebssystems für die Cloud handelt. Um in der Metapher zu bleiben: OpenStack hat für die Cloud eine ähnliche Bedeutung wie Linux für Server.



OpenStack ist beinahe schon zu einem Industriestandard geworden. Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, setzt ebenfalls auf OpenStack als Plattform. Viele große Unternehmen haben es nicht nur adaptiert, sondern auch weiterentwickelt. Dazu gehören beispielsweise die Telekom-Partner Cisco und Huawei oder auch Unternehmen wie HP, IBM, SAP. All diese großen Player haben zu OpenStack beigetragen und eine Plattform geschaffen, die Firmen inzwischen von Distributoren beziehen können um ihre eigene private Cloud zu bauen.

Ein Vorteil der bei OpenStack Cloud-Infrastrukturen besteht, daß sie in deutschen Rechenzentren betrieben werden. Diese entsprechen den deutschen und europäischen Datenschutzanforderungen, was bei den meisten anderen Anbietern nicht gegeben ist. Das Problem hierbei ist, dass die CloudServer bei den üblichen großen Anbietern der amerikanischen Rechtsprechung unterliegen. Für Unternehmen, die ihre vertraulichen Daten nicht auf amerikanischen Servern lagern wollen, wird somit eine sicherere Alternative geboten.  

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 01-12-2016 20:09


Software

Email Quelltext in Thunderbird anzeigen

Der Header bzw. die Kopfzeilen können Aufschluss über die wahre Herkunft einer Mail geben. In Thunderbird ist diese Information gut auffindbar. Der Tastatur Kurzbefehl lautet: STRG+U.

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 23-10-2016 17:13


Ubuntu Linux Subsystem unter Windows 10 aktivieren

Benötigt zur Installation des Linux Subsystems für Windows 10 wird die Insider Preview (Build 14316) oder Windows 10 1607, 1703 (Creators Update) oder 1709 (Fall Creators Update) und höher verwendet.
Anzeigen der Windows Version: Win-Taste + R --> Eingabe --> winver

Das Windows-Subsystem für Linux, von Microsoft, ist selbst in den Insider-Builds von Windows 10 nicht standardmäßig aktiviert.
Doch das Einschalten ist nicht weiter schwer:
Es muss zuvor der Entwicklermodus von Windows 10 aktiviert werden.
Dieser findet sich in den Start-Menü Einstellungen im Bereich
"Update und Sicherheit -> Für Entwickler".

Windows 10 Entwicklermodus
Danach noch in der Systemsteuerung unter "Programme" den Punkt "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" anklicken und dort das "Windows Subsystem für Linux" anhaken und per "Ok" nachinstallieren.

Windows 10 Linux Subsystem
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit das ganze Geklicke zu umgehen und einfach über die Powershell als Administrator das Feature mit einem einzigen Befehl nachzuinstallieren.


Nach einem Neustart kann man in der Kommandozeile mit dem Befehl "bash"
in der Startmenü-Suche die Linux-Shell aus dem Windows Store holen und installieren.

Hier als Beispiel die Anzeige der aktuell installierten Ubuntu Version mit dem Befehl:  lsb_release -a



Interressant ist diese Entwicklung für Personen, die mit verschiedenen Betriebssystemen hantieren und Programme und Features aus der Linux-Welt vermissen. Admins sind es gewohnt, unter Linux eben auch passende Linux-Kommandos zu nutzen. Über die Bash in Windows 10 kriegt man somit die Linux-Kommandos unter Windows in Funktion, etwa grep, ps, find, curl oder wget. Per sudo apt-get können Nutzer beliebige Software aus den Ubuntu- oder den Suse Quellen nachinstallieren.

Mit dem nun gebotenen Linux-Support stärkt Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 als Entwickler-Plattform, denn neben dem einfachen Abarbeiten von Befehlen lassen sich auch sämtliche Programmiersprachen, Shell-Scripte und klassische Linux Server umgebungen nutzen.

Midnight Commander unter Windows 10

Verfasser: Andreas Preuss
Letzte Änderung: 20-11-2017 08:52